Gartenkalender

Gartenkalender März, ***Neu September

 

Gartenkalender März

Hallo, hier ist wieder der "Garten-Wolfgang" 

  Liebe Gartenfreunde,

macht  einfach das Beste aus Schönwetterperioden und bereitet  bei den ersten Arbeiten den Boden Ihrer Gartenbeete vor. Entfernt  aber auf keinen Fall zu schnell Abdeckungen und schützenden Mulch, denn im März sind nachts noch Frosttemperaturen zu erwarten.

Im Obstgarten sollte im März die Pflanzzeit für Beerensträucher (Wurzelnackte)  beendet werden, da bei günstigen Witterungsbedingungen der Austrieb beginnt. Wer noch Obstbäume pflanzen möchte, sollte folgendes beachten. Nicht alle Bäume sind Selbstbefruchter, deshalb müssen wir beim Kauf die richtigen Sorten wählen, weil einige Sorten auf eine Befruchtersorte angewiesen sind.

Viele Kleingärtner meinen, in unseren Anlagen sind genügend Obstbäume zur Befruchtung vorhanden. Dies ist aber ein Trugschluss - wir brauchen Obstbäume die zur selben Zeit blühen. Beste Auskünfte mit fundierter Beratung hierüber bekommt man in einer Baumschule.

Im Winter entstandene Frostrisse schneidet man bei milden Temperaturen glatt bis ins unbeschädigte Holz aus. Anschließend Wundverschlussmittel auftragen. Versorgen Sie die Obstgehölze mit organischem Dünger. Eine Mulchschicht aus Kompost schützt den Boden vor Austrocknung und Verkrustung.

 

Boden vorbereiten:  Sobald der Boden abgetrocknet ist, wird das Gemüsebeet auf die kommende Bepflanzung oder Aussaat vorbereitet. Entfernen Sie die Wildkräuter und lockern Sie die Erde, so dass ein feinkrümliges Pflanzbeet entsteht. Wo starkzehrendes Gemüse - Kohl oder Tomaten - gepflanzt werden soll, sorgt auf den Beeten verteilter Kompost oder leicht eingearbeiteter Dünger für ausreichend Nährstoffzufuhr. Je nach Standort Bodenverbesserer wie Sand, Urgesteinsmehl und kohlensauren Kalk ausbringen.

In diesem Monat beginnt die Aussaat von Tomaten, Paprika, Aubergine, Kohlarten und Knollensellerie in Saattöpfen auf der Fensterbank oder im Gewächshaus. Direkt gesät werden Feldsalat, Eissalat, Spinat, Möhren, Rettich, Radieschen und Zwiebeln. Auch Frühkartoffeln, Steckzwiebeln und Knoblauch kommen direkt ins Freie. Bei drohender Frostgefahr werden die Beete mit Vlies oder Folie abgedeckt. Vor Vogelfraß hilft ein Gemüsenetz.

Im März wird es auch Zeit für die Pflege unserer geliebten Erdbeeren. Wir müssen darauf achten, dass alle abgestorbenen Blätter entfernt bzw. abgeschnitten werden. Auf keinen Fall das Herzblatt der Erdbeeren beschädigen! Haben Sie diese Punkte „abgearbeitet", entfernen Sie die Wildkräuter aus den Reihen. Anschließend wird der Boden zwischen den Reihen gelockert, aber denken Sie daran, dass die Wurzeln flach im Boden liegen und diese nicht beschädigt werden! Zu guter Letzt wird Erdbeerdünger eingearbeitet. Die andere Variante wäre Kompost.

Die Erdbeeren werden häufig von der Weißflecken- und der Rotfleckenkrankheit befallen. Der pilzliche Erreger der

Weißfleckenkrankheit verursacht auf den Blättern kleine runde, braune bis kaminrote Flecken. Das Zentrum verfärbt sich später grau bis weißlich und ist von einem braunroten Rand umgeben. Rotfleckenkrankheit äußert sich in brandroten Blattflecken, die bei stärkerem Befall zusammenfließen. Die Symptome treten vermehrt an älteren Blättern und verstärkt nach der Ernte auf, besonders bei feuchter Witterung. Als Gegenmaßnahme sollten wir weniger anfällige bzw. tolerante Sorten - wie Elvira oder Tenira - bevorzugen. Bekämpfung: Bei sehr starkem Befall ist vor der Blüte oder nach der Ernte eine Fungizid-Anwendung möglich.

Schneckeneier: Haltet  im Monat März verstärkt Ausschau nach den Eiern von Gartenschädlingen, die in dieser Zeit gelegt werden. Wer jetzt die Böden im Nutz- und Ziergarten vorbereitet, stößt nicht selten auf kleine weiße Eier. Damit sich die Schädlinge nicht weiter entwickeln und ausbreiten können, sollten Sie diese vernichten, indem man diese mit kochendem Wasser übergießt. Die meisten Gelege findet man im Kompost. - Bis zum nächsten Monat

Der Garten Wolfgang.

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Gartenkalender Juli

Hallo, hier ist wieder der "Garten-Wolfgang

Obst:

Jetzt dominiert die Strauchbeerenobsternte. Von den Johannisbeeren sind die roten und schwarzen Sorten wohl am stärksten vertreten. Die oft etwas gelblich leuchtenden weißen Sorten sieht man selten. Wenige Sorten, wie z.B. ´Augustus´ oder ´Rote Spätlese´, können wir noch Anfang August pflücken. Zum Bereiten von Stachelbeertorten sind die Früchte grüner Stachelbeersorten vor deren Vollreife zu pflücken. Gartenfachmärkte führen uns zur Wahl gelb-, rot- und weißlichgrünfrüchtige

 

Stachelbeeren © SN

Sorten an. Wenige spätreifende Sorten, wie z.B. ´Mucurines´ und ´Reflamba´, können wir bis etwa Mitte des nächsten Monats pflücken. Wird Strauchbeerenobst optimal gepflegt können wir jährlich reiche Ernten erwarten. Zum einen kann organisch (z.B. mit Komposterde) oder zum anderen mineralisch (z.B. mit handelsüblicher Volldünger) gedüngt werden und Ende April/Anfang Mai wird noch etwas "nachgeschoben". Den Boden unter den Sträuchern mulchen oder flach lockern. Mit zugelassenen PSM gehen wir den Bößlingen wie Blatt- und Schildläusen, Amerikanischem Stachelbeermehltau u.a.m. an dem "Kragen". Beim Erwerb von Strauchbeerenobst in Fachmärkten greifen Senioren immer öfter nach Strauchbeerenobst-Stämmchen. Dies, um sich das lästige Pflücken an tief hängenden Beeren an den Sträuchern zu ersparen. Selbiges geschieht auch, wenn wir anstelle eines Busches Strauchbeerenobst als Spindel erziehen.

Strauchbeerenobst als Spindel © SN

Die Ruten früh reifender Himbeersorten sind dicht über dem Boden zu entfernen.

 

Himbeeren © SN

Gemüse:

Die letzte Aussaat von Buschbohnen erfolgt vor Monatsmitte. Deren Reihenabstand sollte etwa 40-50 cm betragen. Jetzt abgeerntete Frühgemüsebeete erhalten nach dem Anbauplan zur Wiederbestellung ihre obligatorische organische (z.B. gut verrotteter Kompost) oder mineralische (z.B. pelletierter Volldünger) Grunddüngergabe. Selbige wird rechtzeitig mit einem Handgrubber flach in den Boden eingearbeitet. Kommen Jungpflanzen von Grün- und Rosenkohl auf das vorbereitete Beet gilt ein Pflanzabstand von 40x50 cm als optimal. Zum gleichen Termin stehen auch Aussaaten von Chinakohl und Radicchio

 

Radicchio © SN

an. Deren bald auflaufenden Sämlinge sind auf etwa 35 cm zu verziehen. Hierbei anfallende Jungpflanzen können bei Bedarf auch auf ein weiteres Beet in dem Boden kommen. Einige Kohlrabisorten neigen, wenn nach anhaltender Trockenheit reichlich Regen fällt, zum Platzen ihrer Knollen.

 

Kohlrabi © SN

Sie sind deshalb zügig zu ernten. Für die Kohlrabisorte ´Blauer ´Speck´, die wir nach der Ernte im Herbst für den Winterbedarf einlagern, endet die Saatzeit in der dritten Julidekade. Porreejungpflanzen möchten noch vor Monatsmitte auf dem für sie vorbereitete Beet stehen. Ein tiefes Pflanzen derselben sorgt für die Ausbildung der gewünschten langen Schäfte. Einlege- und Salatgurken auf Beeten im Freien sind nach Bedarf oder wöchentlich zweimal durchzupflücken und zu konservieren. Die Sprosse der Stabtomaten werden noch vor Monatsende ein Blatt über dem letzten Blütenstand entspitzt, denn deren Früchte entwickeln sich bis zu den ersten Nachtfrösten im Herbst nicht vollständig. Wer zu Monatsanfang noch Rote Rüben der Sorte ´Rote Kugel´ sät kann Anfang Oktober die "rote Kugeln" ernten. Vom Beet weg am "Herd" kochen oder die im kühlen Keller von feuchtem Sand bedeckten Rüben bis Jahresende aus dem Lager nach Bedarf entnehmen. Wer jetzt sich schnell entwickelnde Radieschen-Sorten wie z.B. ´Albena´, ´Falka´, ´Poloneza´ alle zwei Wochen kontinuierlich und bedarfsgerecht aussät kann bis weit in den Herbst hinein von diesen ernten. Soll das Wurzelgemüse als Beilage zum Abendbrot noch etwas schärfer sein, wird nach Saatgut von Winterrettichen wie ´Münchner Bier´ oder ´Runder Schwarzer´, deren Ernte im September beginnt und sich zu gegebener Zeit zur Einlagerung zum Winterbedarf gut eignen, gegriffen. Ab Monatsende kann Feldsalat (Rapünzchen) zur Ernte im Herbst ausgesät werden. Hierzu empfiehlt sich u.a. die Sorte "Verte". Damit sich die einzelnen Pflanzen allseitig gut entwickeln können bringen wir deren Samen nicht zu dicht in den Saatrillen aus. Ein Reihenabstand von 20-25 cm gilt als optimal.

Zierpflanzen:

Sofern wir den Knollen bzw. Zwiebeln der Frühjahrsblüher wie Kaiserkrone, Krokus, Märzenbecher, Narzisse, Tulpe, Schneeglöckchen u.a. im Garten einen neuen Platz zuweisen möchten, wird es zu Monatsbeginn höchste Zeit, diese Bestände aus dem Boden aufzunehmen. Nach Putzen und Sortieren erhalten blühstarke Exemplare sofort den für sie vorgesehenen neuen Platz. Deren Pflanztiefe (Erddecke) sollte im Allgemeinen zwei bis dreimal so tief sein wie die Breite der jeweiligen Knolle oder Zwiebel, d.h., die der Kaiserkrone 25 cm und die des Winterlings 2 cm (andere liegen dazwischen). Noch nicht blühfähige erhalten ein Zwischenquartier im Anzuchtbeet.

Iris-Barbata-Hybriden © SN

Schwertlilien (Iris-Barbata-Hybriden) können wir, wenn vorgesehen, nach Monatsmitte verpflanzen. Hierbei werden starke Exemplare, sofern Bedarf ansteht, zur Bestandsvermehrung geteilt. Schwertlilien Hybriden fühlen sich an vollsonnigen trocknen Plätzen wohl. Obwohl sie sich unweit von Wasser gut entwickeln akzeptieren sie keine ständige Feuchte. Sie mögen keine sauren oder moorigen Böden. Deren Rhizome dürfen nicht zu tief in den Boden kommen. Sie sind beim Pflanzen fest im Boden anzudrücken. Doch können deren Oberseiten auch zum "Himmel" blicken. Die sogenannten Zweijahresblumen wie Bartnelke,

 

Bartnelke © SN

Goldlack, Hornveilchen,

 

Hornveilchen © SN

Landnelke, Stiefmütterchen und Tausendschön (Bellis) möchten bis zum 10. des Monats gesät werden, damit sich selbige bis zum Wintereinbruch gut entwickeln und im folgenden Frühjahr üppig blühen.

Terrasse, Wintergärten, Zimmerblumen:

Kübelpflanzen auf sonnigen Terrassen und in Südlagen stehende Balkonkästen sind, wenn nötig, täglich zweimal zu Gießen. Dies trifft auch für die "Schwarzäugige Susanne"

 

Thunbergia alata © SN

(Thunbergia alata) zu. Selbige ist sicher nicht des Nachbars schöne Tochter, sondern in unseren Regionen eine einjährig kultivierte, bis etwa 1,50 m hoch kletternde, reich blühende Schlingpflanze. Erfahrungen lehren uns jedoch, selbige bedürfen zum guten Gedeihen einen vor Regen und Wind geschützten Platz. Der Wurzelballen dieses "Klettermädchens" möchte gleichmäßig feucht gehalten sein. Auch bedarf diese Pflanze aller zwei Wochen einen Dungguss! Von Sensoren gesteuert regeln moderne Wintergärten eigenständig Schattierung und Temperatur. Ansonsten sorgen wir von Hand für erforderlichen Schatten oder optimale Temperaturen. Pflanzen, die etwas höhere Luftfeuchte bedürfen, werden oft mit einen Wasserzerstäuber überbesprüht. Selbiges gilt auch für im Zimmer kultivierte, hohe Luftfeuchte liebende Topfpflanzen, wozu u.a. auch aus den Tropen stammenden Farne mit zählen. Wie alle Gesneriengewächse bedarf auch die Drehfrucht

 

Drehfrucht © SN

(Streptocarpus) etwas Schatten und genügend Luftfeuchte. Ob das Korallenbäumchen (Solanum pseudocapsicum) giftig sei?

 

Korallenbäumchen © SN

Ja! Dies sollten auch unsere Kinder wissen. Kein Grund, diese relativ anspruchslose Zimmerpflanze aus dem Bestand zu eliminieren. Sie sollen nur keine Früchte von deren korallenfarbenen Früchten naschen. Diese Zimmerpflanze schmückt sich von Mai bis Juli mit bescheidenen kleinen grünlichweißen Blüten. Ihre auffälligen Früchte zieren über Monate die zu den Nachtschattengewächsen zählende Topfpflanze. Ihr Standort soll hell und nicht zu warm sein. Über Sommer kann selbige auch im Freien stehen.

Bis zum nächsten Monat

Der Garten Wolfgang.

 

Gartenkalender September 2015

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Wolfgang".

Der neunte Monat des Jahres stellt den Übergang zwischen Sommer und Herbst dar. Für unseren Kleingarten ist es nun Zeit, sich auf die kühlere Jahreszeit vorzubereiten. Einige Gewächse müssen für das kommende Jahr neu gepflanzt werden. Auch ist die Erntezeit noch nicht beendet. Im September ist die optimale Zeit, um neue Stauden zu setzen. Ende des Monats werden dann die Zwiebeln für die Frühjahrsblüher ausgebracht (Tulpen, Krokusse, Narzissen und Schneeglöckchen).

Obsternte: Ob Sie schon zur Tat schreiten können oder nicht, lässt sich leicht testen. Mit einer Drehbewegung löst man reifes Obst leicht vom Baum . Ob Birnen, Äpfel oder Pflaumen, viele dieser Obstsorten sind im September bereit zur Ernte. Ein Tipp von mir: Junge Obstbäume brauchen in dieser Jahreszeit reichlich Wasser und sollten an trockenen Tagen gegossen werden.

Gemüsegarten: Der Feldsalat für die Ernte im Frühjahr sollte spätestens Mitte September ausgesät werden. Wenn er bis zum Wintereinbruch keine zwei Blätter gebildet hat, wird der Ertrag im Frühjahr nur spärlich ausfallen. Sind beim Rhabarber die Blätter gelb geworden, können Sie den Rhabarber teilen und neu umpflanzen. Bitte den Pflanzabstand großzügig bemessen.

Obstgarten: Äpfel sollte man nur bei trockenem Wetter ernten, denn bei feuchter Witterung abgeerntete sind nicht lange lagerfähig und auch druckempfindlich. Wer mit dem Obstpflücker erntet, sollte die Früchte möglichst einzeln pflücken, um Druckflecken zu vermeiden. Kranke Früchte bitte nicht am Baum belassen, damit sich Krankheitserreger nicht weiterentwickeln können.
Fallobst sollte möglichst täglich aufgesammelt werden, um einem erneuten Schädlingsbefall vorzubeugen. Die Larven des Apfelwicklers dürfen sich erst gar nicht im Boden verpuppen können. Des Weiteren ist Fallobst eine Brutstätte für Obstfliegen und Pilze.

Rasenpflege: Mit sinkenden Temperaturen ist auch der Rasen zu mähen, denn das gehört ebenso zur Gartenarbeit im September. Eine Länge von fünf Zentimetern ist ideal, damit er den Winter gut übersteht und keine kahlen Stellen hinterlässt.
Sind die ersten Blätter gefallen, können Sie das Laub gleich mit entfernen. Sollte sich in einem Bereich Staunässe gebildet haben, lüften Sie betreffende Stelle mit einer Grabgabel, so bekommen die Wurzeln wieder ausreichend Sauerstoff, Wasser und Nährstoffe.

Igel: Wenn Sie Igeln einen Unterschlupf für den Winter bieten möchten, dann ist der September der ideale Zeitpunkt für die Vorbereitungen. Denn genau im September machen sich die kleinen Stacheltiere auf den Weg, um eine geeignete Bleibe zu finden. Sie können zum Beispiel eine Obstkiste umgedreht unter einem Strauch platzieren und die Stelle mit Stroh oder Laub auslegen. Das Quartier sollte dann noch mit gebogenem Astmaterial und Laub bedeckt werden. So können sich die Borstentiere richtig heimisch fühlen.

Bis zum nächsten Monat

Der „Garten-Wolfgang"